Dorfleben von 1900 bis 1950
Geschäfte und Gewerbe in Rüschlikon
Um 1950 war Rüschlikon von einer grossen Vielfalt kleiner Fachgeschäfte geprägt. Die Versorgung der Bevölkerung erfolgte hauptsächlich durch selbständige Handwerks- und Familienbetriebe, die über das ganze Dorf verteilt waren und zugleich wichtige Treffpunkte im Alltag bildeten.

Sammlung: Ortsmuseum Rüschlikon

Sammlung: Ortsmuseum Rüschlikon
Mehrere Bäckereien versorgten das Dorf mit Brot und Gebäck: die Bäckerei Karl Zimmermann neben der Kirche („Chile Beck“), Bosshard an der Dorfstrasse, Karl Streuli an der Dorfstrasse, Bühler an der Seestrasse bei der Grenze zu Thalwil, Küng an der Bahnhof-Glärnischstrasse sowie Studer gegenüber dem heutigen Abegg-Huus.

Sammlung: Ortsmuseum Rüschlikon

Sammlung: Ortsmuseum Rüschlikon
Auch Metzgereien gehörten zum Dorfbild: die Metzgerei Emil Weber an der Dorfstrasse beim Restaurant Rose, die Metzgerei Bollier an der alten Nidelbadstrasse sowie die Metzgerei Dünki an der Bahnhof-Glärnischstrasse.

Sammlung: Ortsmuseum Rüschlikon
Milch und Käse erhielt man bei verschiedenen Milchhandlungen, unter anderem bei Keusen und Jakob Gubler an der Dorfstrasse, später auch bei Karl Gubler an der Bahnhofstrasse sowie bei Milchhändler Höhn gegenüber dem heutigen Abegg-Huus. An der Seestrasse betrieb Herr Wäspi zudem eine Käserei.
Lebensmittelgeschäfte wie der Thalwiler Konsum neben der Kirche oder der Züri Konsum an der Dorfstrasse ergänzten das Angebot. Das vielseitige Geschäft der Schwestern Olga und Lina Hotz am See führte neben Lebensmitteln auch Haushaltswaren, Wolle, Papeterieartikel, Eisenwaren, Schuhe und Fischerzubehör. Gemüse und Früchte verkaufte Bettio an der Dorfstrasse.

Sammlung: Ortsmuseum Rüschlikon

Sammlung: Ortsmuseum Rüschlikon
Weitere wichtige Geschäfte waren die Apotheke und Drogerie von Richard Alger gegenüber der Bäckerei Streuli sowie das bekannte Textil- und Merceriegeschäft der Schwestern Halm an der Dorfstrasse.
Diese zahlreichen kleinen Geschäfte zeigen, wie vielfältig und lokal organisiert die Versorgung im Dorf noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts war.
(nach einer Aufzeichnung von Verena Schweizer-Obrist)